Börsentipps April 2017

Die Hausse treibt die Hausse. In den nächsten Tagen könnte der DAX wieder das Rekordhoch von April 2015 erreichen. Die Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA stimmen. Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Helaba warnt zwar vor zunehmenden Signalen für einen Rückschlag und hält Aktien daher inzwischen für „heiße Eisen“, doch vorerst dürfte der Optimismus laut Reinwand „weiter ungebrochen“ sein. „Der Grundoptimismus der Aktionäre ist offenbar nicht so leicht zu erschüttern“, schreibt auch Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. „Ein kurzer Kursknick nach Trumps politischer Schlappe wurde recht schnell wieder ausgebügelt“, argumentiert er unter Verweis auf die vor wenigen Tagen geplatzte Abstimmung über die US-Gesundheitsreform. Und auch Händler Ludwig Donnert von Orca Capital sieht noch weiteres Aufwärtspotenzial für den deutschen Leitindex: denn „im Verhältnis zu den amerikanischen Märkten ist der Dax relativ günstig bewertet“. Darüber hinaus richten sich die Blicke auf den Auftragseingang der deutschen Industrie. An den kräftigen Schwankungen der vorangegangenen Monate sollte sich wenig geändert haben, und so wird nach dem massiven Einbruch im Januar am Donnerstag allgemein eine kräftige Erholung im Monat Februar prognostiziert. Im letzten Informationsbrief haben wir 10 Risiken benannt, die den seit 2009 laufenden Börsenboom zu Fall bringen könnten. Mit der Benennung der Risiken stehen wir nicht alleine. Nach seinem Desaster von der teilweisen Aussetzung von Obama Care knöpft sich Trump als erstes die Handelsbilanzüberschüsse der Handelspartner der USA vor und dann das Steuersystem, das mit hohen Importzöllen die heimische Wirtschaft schützen soll. Der Handelsstreit mit China und Deutschland ist schon im Gange, auch Thema sind die geringen Militärausgaben von Deutschland. Trump wirft Deutschland, China und anderen Ländern bereits seit längerem unfaire Handelspraktiken zu Lasten der USA vor. Untersucht werden sollen nun etwaige Verletzungen von Handelsverträgen. Handelsminister Wilbur Ross sprach von einem „neuen Kapitel“ in den Handelsbeziehungen der USA. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die bald in die USA reisen wird, will die Amerikaner darauf hinweisen, dass die Ungleichgewichte im amerikanischen Handel auch hausgemachte Ursachen hätten. Es liegt auf der Hand, dass der für Deutschland unterbewertete Euro den deutschen Handelsbilanzüberschuss fördert auch ohne Verschulden von Deutschland; das Problem liegt in der Fehlkonstruktion der Währungsunion mit sehr unterschiedlichen Volkswirtschaften. Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest sagte dem Sender NDR Info: „Trump meint mit einem fairen Handel, dass die USA aus jedem Land so viel importieren, wie sie exportieren. Das ist allerdings nicht sinnvoll; der internationale Handel funktioniert nicht so.“ Steigende Militärausgaben, die für Deutschland kommen werden Verteilungsspielräume und Wahlgeschenke reduzieren. Ganz Unrecht hat Trump hier nicht: Die Amerikaner sparen bei den Sozialausgaben zu Gunsten hoher Militärausgaben, von denen wir ohne Zweifel Vorteile haben, ohne dafür zu zahlen. Ein Thema hat sich die US-Regierung bereits konkret herausgepickt: Sie sieht Dumping-Vorwürfe gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten bestätigt – darunter auch Salzgitter und die Dillinger Hütte – und droht mit Strafzöllen. Das Handelsministerium will den Zoll- und Grenzschutz anweisen, auf Basis dieser Zahlen Barsicherheiten von den Unternehmen einzutreiben. Diese Mittel sollen einbehalten werden, bis die Bundesbehörde International Trade Commission am 15. Mai abschließend über den Fall entscheidet. Sollte das Verfahren dann eingestellt werden, würde das Geld zurückgezahlt. Mit dem Vorgehen riskieren die USA einen internationalen Handelsstreit und das ist für die Börse Gift. Die Gewinne sinken und das KGV steigt. Was tun? Weiterhin Vorsicht walten  lassen: Der Börsenboom ab 2009 neigt sich dem Ende zu und wird alle Vermögenspreise Richtung Süden schicken.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • Man kann entweder einige Investoren dauernd täuschen oder alle von ihnen kurze Zeit hinters Licht führen, aber niemals alle immerfort verdummen;  Abraham Lincoln (1809-1865), amerikanischer Präsident.
  • Zeit ist der Freund von wunderbaren Unternehmen und der Feind von mittelmäßigen Unternehmen; Warren Buffett, US-Fondsmanager.
  • Das Geheimnis des erfolgreichen Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, daß der Durchschnittsbürger tut; John Maynard Keynes (1883 – 1946), englischer Volkswirt.

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