Börsentipps Mai 2014

Die Börse sucht Richtung und da die Kurse weltweit von den amerikanischen Pensionsfonds gemacht werden, starren alle in Richtung USA und nebenbei wird der Geburtstag von Altkanzler Schröder hinsichtlich der Entwicklungen in der Ukraine kommentiert. Die Zinssteigerungstendenzen bleiben unverändert. In Bezug auf das „Tapering“ bleibt bei der Fed der Autopilot wohl weiter eingeschaltet. Pro Sitzung dürfte das Anleihekaufprogramm in Höhe von derzeit monatlich 55 Mrd. USD um jeweils 10 Mrd. USD reduziert werden. Somit sollten die Fed-Vertreter voraussichtlich im Oktober die komplette Einstellung des Programms ankündigen. Auf der aktuellen Sitzung dürften die Währungshüter beschließen, die Asset-Käufe ab Mai auf monatlich 45 Mrd. USD zu reduzieren. Im März wurde die „forward guidance“ dahingehend angepasst, dass man zukünftig nicht mehr ausschließlich die Arbeitslosenquote als makroökonomische Entscheidungsvariable betrachtet, sondern verstärkt auch auf Inflationsindikatoren schaut. Auf Sicht dürfte damit das derzeitige Leitzinsniveau von 0-0,25 % beibehalten werden. Die EZB hält ebenfalls das Zinsniveau niedrig, um die Konsolidierung der Staatsfinanzen zu unterstützen. Der runde Geburtstag von Schröder wird wohl belohnt von einer Intervention Putins zur Freilassung der deutschen Offiziere und öffnet damit Putin ein Fenster zur Gesichtswahrung und einer vorsichtig zu bewertenden Befriedung des Problems. Gleichwohl dürfte sich per Saldo nach den Wahlen die Ost-Ukraine Russland nähern. Nur zur Erinnerung: Schröder hat als Bundeskanzler die Energieabhängigkeit von Russland erhöht und ist dafür nach seinem Rücktritt mit Posten bei Gazprom bezahlt worden. Der gesamte Schwebezustand der Börse bei niedrigen aber steigenden Zinsen und wohl nicht weiter steigenden Unternehmensgewinnen verbreitet für den Anleger somit keine Sicherheit, so dass nachhaltige Anlageentscheidungen ausbleiben. Gleichwohl dürfte die Normstrategie richtig sein, die Aktienquote runter zu fahren und Gewinne mitzunehmen, um anschließend auf Kurzläufer zu setzen mit guter Bonität, um nach Steuern ein Großteil der Inflationsrate zu kompensieren.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt. (Wilhelm Busch)
  • Alkohol kann die Phantasie stimulieren, unnütze Hemmungen beiseite räumen, und das ist sehr oft besonders günstig. (André Kostolany)
  • Als Daueranleger in Geldwerten (Festgeld, Festverzinsliche etc.) kommen Sie langfristig auf keinen grünen Zweig. Sitzfleisch zahlt sich langfristig nur bei Sachwerten für Sie aus – gerade auch an der Börse! Betrachten Sie ab sofort ihre Aktienanlage – ähnlich wie Ihre Immobilien – als Daueranlage. (Gottfried Heller)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung. Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nun nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Die von uns bearbeiteten Selbstanzeigen nehmen weiterhin zu. Zum einen machen die Banken Druck und verlangen zeitnah den Nachweis, dass die Erträge hieraus dem Finanzamt gemeldet werden und kündigen die Beendigung der Geschäftsbeziehung an für den Fall, dass dieses nicht geschieht. Verfügungen über Konten, die möglicherweise in bar errichtet wurden, werden nur unbar, also durch Überweisung zugelassen. Auf der anderen Seite entsteht Druck durch die geplante Verschärfung der Selbstanzeige. Wir sind in der Beratung von Selbstanzeigen und der Niederhaltung von Strafverfahren seit Jahren erfolgreich tätig. Beachten Sie bitte, dass auch eine abgestufte Selbstanzeige wie im Fall Hoeneß vergeblich versucht Zeit beansprucht. Wird die erste Schätzung zu niedrig angesetzt, greift die Straffreiheit nicht.