Börse | Geld | Vermögen – Januar 2022

Kaufen, halten, verkaufen? Wer weiß das schon (Warren Buffett)? Immer im Markt bleiben (Charlie Munger)! Was bringt uns das neue Jahr hinsichtlich Börse, Geld und Vermögen? Was spricht für ein schlechtes Jahr? Unsicherheit. Es springt ins Auge, dass in den vielen Einschätzungen für 2022 das Thema Ukraine keine Rolle spielt. Das kann man auch begründet ganz anders sehen. Die gerade erst in der Pressekonferenz von Putin wiederholten Forderungen ohne eine Gegenleistung mit dem arrondierenden Truppenaufmarsch lassen nur den Schluss zu, dass es bald knallt. Regional oder überregional oder weltweit, alles ist möglich. Das Sozialprodukt in Russland ist seit 10 Jahren nicht mehr gewachsen. Um innenpolitischen Druck auszuweichen wird ein Popanz erzeugt, der eine Bedrohung von Russland beweisen soll. Die Misswirtschaft in Russland ist hausgemacht und durch zu hohe Militärausgaben mitbegründet. Genauso wie die Probleme von Erdogan hausgemacht sind. Sinkende Zinsen führen zu einer Abwertung der Währung, so das ökonomische Gesetz, das Machtansprüche nicht beachtet. Wie im letzten Brief festgehalten, dürfte der im Januar einsetzende Frost die Beweglichkeit der Panzer erhöhen. In der hybriden Kriegsführung wird dann auch wie angekündigt Technik eingesetzt. Gut möglich, dass Cyberkräfte die Energieversorgung lahmlegen, so dass auch für North Stream 2 das Genehmigungsverfahren beschleunigt wird. Scholz hat ja sein i. O. gegeben und Baerbock in ihre Schranken verwiesen. Scholz hat auch beim 2. Negativgrund für schöne Aktiengewinne bös mitgespielt oder besser: Nicht mitgespielt und den armen Wiehler im Verein mit Prof. Dr. Dr. Lauterbach in den Senkel gestellt: Wenn eine Wand von Omikron-Infektionen auf uns unbestritten zurast, die Impfquote zu niedrig ist, dann kann nur ein Idiot vorher noch in Ruhe Weihnacht feiern, es sei denn, der gute Mensch glaubt, dass es für Sicherheitsmaßnahmen noch ein paar Tage Zeit ist. Scholz hat doch gerade versprochen, Schaden von dem Deutschen Volk abzuwenden. Hier bestand eine Notwendigkeit. Der Kluge hat bereits seinen Keller mit Nudeln gefüllt. Wenn wir wie berechnet Mitte Januar täglich rd. 700.000 Infektionen haben werden, dürfte nicht nur Toilettenpapier knapp werden. Gut denkbar ist, dass sich Ukraine und Covid Mitte Januar ergänzen. Der Markt sieht das schon: Die USA haben Flüssiggastanker bereits nach Europa umgeleitet, damit wir zumindest nicht frieren. Baron Fürstenberg hat aber erkannt: Kaufgelegenheit, wenn die Kanonen donnern. Zunächst gehen aber die Kurse runter. Was spricht für steigende Kurse im neuen Jahr? Die Kurse werden weltweit in den USA gemacht. Die anderen Börsen laufen hinterher. Das Rentensystem in den USA gleicht dem in Deutschland. Aber: Daneben dominieren in den USA bei der Altersvorsorge Aktien, sei es über Fonds oder mit Direktinvestments. Die Bedeutung von Aktien zur Altersvorsorge in den USA ergibt sich schon aus der Tatsache, dass die Beiträge zur staatlichen Rente um 6,3 % niedriger sind als in Deutschland. Das ersparte Geld fließt meist in die Betriebsvorsorge. Die jeweiligen Aktiendepots sind in der Regel mit ETFs oder Mischfonds bestückt. Wie in der Vergangenheit wird die FED auch künftig den Aktienmarkt bei Laune halten müssen, sonst hat der Präsident die nächst Wahl schon verloren. Klar, auch dort geht die Inflation durch die Decke, die FED kann aber noch reagieren, die EZB nicht. Hier hängen zu viele Staaten am Tropf der EZB, der Bank der Regierungen. Die sich ankündigende Aufweichung der Defizitkriterien und der sich anbahnende Haftungsverbund in der EU wird die Kurse weiter beflügeln und die anderen Vermögenspreise ebenfalls nach Norden schicken. Aber klar, durch die Geldmaschinen werden die Reichen noch reicher und den Armen nimmt die Inflation alles und setzt dann das Sozialsystem in Gang: Respektrente, Bürgergeld, … . Die steigenden Preise für CO2-Emissions-Rechte und die CO2-Steuern führen zu weiteren ungewünschten Verteilungen von unten nach oben und müssen dann wieder durch den Sozialstaat korrigiert werden, bis keiner mehr durchblickt. Eines liegt auf der Hand: Die deutsche Energiepolitik fährt gegen die Wand. Im Ergebnis werden die Zinsen nur soweit erhöht, dass es den Aktien und Staatshaushalten nicht weh tut. Im Übrigen haben die aktuellen Preissteigerungen ja nicht ihre Ursachen allein in der die Notenpresse: Corona, gestörte Lieferketten, fehlende Energiesicherheit, Stopp der Globalisierung durch China, … . Für steigende Kurse spricht auch, dass viele Firmen Traumrenditen liefern. Vor allem die Plattform-Firmen – die sogenannten Hyper-Scaler – produzieren Gewinne wie der Goldesel die Dukaten. Das wiederum erregt die Investoren: Facebook plus 35 Prozent, Amazon plus 15 Prozent, Alphabet plus 79 Prozent, Apple plus 43 Prozent, Microsoft plus 61 Prozent, Netflix plus 25 Prozent und Nvidia plus 129 Prozent seit Anfang des Jahres. Weiterhin wächst die Weltbevölkerung: Es gibt immer mehr Menschen und damit Kunden oder zumindest solche, die es erst noch werden wollen. Allein in diesem Jahr wuchs die Weltbevölkerung um rund 1,2 Prozent, was ein Plus von 94.255.492 Menschen bedeutet. Alle wollen essen, trinken, wohnen. Und anschließend fiebern sie danach, ein Smartphone zu besitzen. Auch wächst die Anzahl der Kleinanleger, jeder will mit dabei sein. Auch bei den Kryptos. Auch hier die Sparkassen. Man muss sich schon die Augen reiben, dass diese Kassen wider besseres Wissen wegen ein paar Euro Provision ihre Sparer über die Klinge springen lassen. In einer Umfrage unter 500 institutionellen Anlegern aus mehreren Ländern, kam ein Großteil der Experten zu der Überzeugung, dass sich die Renditen am Kryptomarkt mit denen des Jahres 2021 im neuen Jahr nicht vergleichen lassen werden – im Gegenteil. Nachdem der Kryptomarkt im alten Jahr mit einer zwischenzeitlichen Gesamtmarktkapitalisierung von 3 Billionen US-Dollar zu einem der attraktivsten Vermögenswerte zählte, seien Cyberdevisen ein „Top-Anwärter“ auf eine „große Korrektur“ im Jahr 2022, so ein großer Teil der Umfrageteilnehmer, zu denen auch vier Zentralbanken, mehr als 20 Staatsfonds und mehr als 150 betriebliche Altersvorsorge-Institutionen gehören. Demnach hätten sich 72 Prozent der 500 institutionellen Anleger, die an der Umfrage teilgenommen haben und insgesamt Vermögenswerte in Höhe von 12,3 Billionen US-Dollar verwalten, überzeugt gezeigt, dass Kryptowährungen als Investition für die meisten Privatanleger nicht geeignet seien. Nach den Kursprognosen der Geschäftsbanken dürften die Kursindizes für Aktien Ende 2022 über denen von heute liegen, aber bei unruhigen Märkten. So liegt das KGV für den S&P 500 in der jüngsten Vergangenheit bei 26, was weit über dem historischen Durchschnitt von etwa 15 liegt. Eine weitere wichtige Kennzahl ist das zyklisch bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis des Nobelpreisträgers Robert Shiller, bekannt als CAPE oder Shiller-KGV. Dieses wird definiert als der Aktienkurs geteilt durch die durchschnittlichen Gewinne der vergangenen zehn Jahre und bereinigt um die Inflation. So werden die Ertragsschwankungen der letzten zehn Jahre geglättet und Anlegern wird ein längerfristiger Blick auf die Bewertungen geboten. Das CAPE in letzter Zeit liegt etwa bei 40 – so hoch wie zuletzt während der Dotcom-Blase. Was tun? Sicherlich nicht hektisch aussteigen, wohl am besten mit Munger im Markt bleiben. Wenn die Modellrechnungen stimmen, werden wir Mitte Januar täglich Infektionen um die 700.000 haben. Bis zum klimabedingten Abebben der Welle im April hat also jeder die Chance Freund Hein auf der Intensivstation persönlich zu begegnen, egal ob von Kurssorgen oder Inflationsängsten betroffen. Nutzen Sie die besinnlichen Tage zu Hause für Ihr Testament, die Zeit Ihr Geld selber auf den Kopf zu hauen könnte knapp werden.

Wie immer an dieser Stelle am Schluss ein paar Börsen- und Lebensweisheiten, diesmal wieder alle von Albert Einstein:

  • „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“
  • „Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.“
  • „Um eine Einkommenssteuererklärung abgeben zu können, muss man Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.“

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