Börsentipps September 2020

Kaufen, halten, verkaufen? Wer weis das schon (Warren Buffet)? Was wir wissen ist, dass der Zins, der sichere Zins weg ist und nie wiederkommt. Erich Hoppmann verwies in seinen Vorlesungen immer auf seine Kriegserfahrungen als er Wache schob und sich dabei an die Wartetheorie des Zinses von von Cassel erinnerte und diese verprobte: Der Zins kam nicht. Nachdem die Fed das Inflationsziel auf 2 % angehoben hat und die EZB ihr folgen muss, um eine Aufwertung des Euro zu verhindern, wurde der sichere Zins endgültig begraben. Der Realzins, also der Bank- und Lebensversicherungszins ist negativ, wenn man von dem Nominalzins die Inflationsrate abzieht, und diese ist bereits geschönt, denn in sie fließt ja nur der Konsumgüterindex ein, der durch die Globalisierung und den dadurch resultierenden Kostendruck die Preise unten hält. Man traut seinen Augen nicht wenn man liest: „Heiß begehrt: 30 Jahre Minusrendite. Eine der seltsamsten Emissionen von Bundespapieren ging aber vor wenigen Woche über die Bühne: Der Bund begab eine Bundesanleihe mit 30-jähriger Laufzeit und einem Zinskupon von 0,00 Prozent, was eine Rendite von minus 0,05 Prozent ergab. 1,5 Milliarden Euro wurden damit bei Anlegern eingesammelt, Interesse hätte aber sogar an Anleihen im Volumen von bis zu 3,6 Milliarden Euro bestanden.“ Die Emission zeigt, in welchem Anlagenotstand viele professionelle Anleger, ob Versicherungen, Pensionskassen oder auch Fondsgesellschaften stehen. Sie müssen, um einen Teil ihrer Anlagen „sicher“ unterzubringen, inzwischen gewissermaßen eine Strafgebühr zahlen, und sie tun das in verblüffender Entschlossenheit. Bei der 30-jährigen Anleihe gehen Investoren im Grunde davon aus, dass sich am Zinsniveau in der Eurozone in den kommenden drei Jahrzehnten nicht viel ändern wird. Und sie nehmen die kleine Minusrendite über die lange Laufzeit lieber in Kauf als eine größere Minusrendite über fünf oder zehn Jahre. Bei Bundesanleihen mit diesen Laufzeiten müssen inzwischen bis zu 0,5 Prozent Negativrendite in Kauf genommen werden – Jahr für Jahr! Zur Negativrendite kommen für die Investoren durchaus noch andere Belastungsfaktoren hinzu. Real verliert ihr Investment durch Inflation zwischen einem und zwei Prozent pro Jahr an Wert. Und wer sich mit dem Gedanken trägt, seine Bundespapiere während der Laufzeit zu veräußern, muss mit einem heftigen Zinsänderungsrisiko leben. Denn wenn das Zinsniveau zum Beispiel auf zwei Prozent ansteigt, sackt bei Anleihen der Kurs gleichzeitig nach unten. Bei einer 30-jährigen Anleihe könnten Kursverluste, je nach Restlaufzeit, von 30 oder gar 40 Prozent die Folge sein. Die Profi-Anleger setzen also darauf, dass solch eine Änderung der Zinslandschaft auf lange Zeit nicht eintreten wird. Lebensversicherungen kann man in die Tonne treten: Versicherungsmathematiker wollen den Höchstrechnungszinsfuß von 0,9 % auf 0,5 % senken, viele Versicherungen bieten diesen Höchstzinsfuß gar nicht mehr an, weil er sich nicht erzielen lässt und für den Kenner der Materie ist Vorsicht geboten: Dieser Zins wird aus den monatlichen Raten nur auf deren Sparanteil gezahlt, also Zahlung abzüglich Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Risikovorsorge, also bezieht sich der Garantiezins auf rd. 80 % der Einzahlsumme. Kaum einer merkt das, denn die Erträge, die dem Kunden mitgeteilt werden umfassen auch die Vermögensmehrungen aus den Einzahlungen des Kunden. Was tun? Sich ein bedingungsloses Grundeinkommen schaffen. Für ausgewählte 120 Menschen, die als Teilnehmer an der deutschen Langzeitstudie teilnehmen, wird das Realität, sie bekommen 3 Jahre lang jeden Monat € 1.200,00. Die Bewerbungsfrist endet am 10. November 2020. Was machen die nicht genommenen? Sie lesen diesen Börsenbrief und wissen daher, dass es einen einfacheren Weg ohne Bewerbung und ohne Begrenzung gibt. In der Tauschwirtschaft war es schwierig, einen passenden Tauschpartner zu finden. Die Geldwirtschaft hat dieses alles erleichtert, die Wirtschaft erlebte einen Boom. Der vermeintliche Nachteil war, dass man erst sparen musste, um sich eine größere Anschaffung leisten zu können. Hier hat die Kreditwirtschaft nachgeholten. Das Vorsparen wird durch das Nachsparen ersetzt über die Tilgung der Kredite. Der Nachteil waren die Zinsen, die sind aber mittlerweile ja bis zum Sanktnimmerleinstag verschwunden. Und über die Notenbanken ist auch mittlerweile auch der Sparvorgang entbehrlich geworden. Es wird einfach Geld gedruckt und in den Kreislauf gepumpt über Pipelines an Staaten und Großfirmen. Der Durchblicker schafft sich sein unlimitiertes Grundeinkommen durch den Kauf von Sachwerten: Aktien, Immobilie und Gold. Da immer mehr Kunstgeld ohne Sparvorgang geschaffen wird, steht einer begrenzten Gütermenge eine immer größer werdende Geldmenge gegenüber mit der Folge, dass die Preise der Investitionsgüter steigen. Bei Aktien und Gold gibt es keine Grenze nach oben. Bei Immobilien schon. Gewerbeimmobilien leiden unter dem Internet und Corona, Wohnimmobilien unter den begrenzten Arbeitseinkommen, was den Staat auf den Plan ruft mit Sozialbindung und Mietendeckel. Und: Immobilien sind mit Arbeit verbunden, diese gilt es aber zu vermeiden. Gold ist zinsabhängig, da Kapitalbindung Zinsen kostet. Da der Zins aber beseitigt wurde, verbleibt als Mangel nur, dass Gold an sich nicht produktiv ist, also keinen Mehrwert schafft. Gold hat sich über Jahrtausende bewährt, Kursschwankungen, auch erhebliche, gibt es hier aber schon. Wenn, Empfehlung, gehen Sie in XETRA-Gold. Die einfachste Art, sich ein auskömmliches bedingungsloses Grundeinkommen zu schaffen sind die verbleiben Aktien. Hier ist die Kunst, sich passive Einkünfte zu schaffen, denn von Kostolany wissen wir, dass Spekulation harte Arbeit ist. Arbeit gilt es aber zu vermeiden, also weg von Einzeltiteln und Kapitalmarkttheorien, rein in ETF oder man nutzt das Herdenverhalten im Sinne der neuen Robinhoods, die es ja auch in Deutschland gibt und wo die Herdenbildung sich über Foren, Magazine und Vorabinformationen von Börsenzeitschriften und –briefen vollzieht. Wohl dem der hier wie bei Kettenbriefen ganz vorne dabei ist. Im Zweifel also für den Normalanleger Finger weg, kostet alles Geld und Zeit. Wie sucht man sich die richtigen ETF? Rennlisten ansehen. Wo gibt es die Rennlisten? Bei Börsenanbietern und Finanzdienstleistern. Was ist zur Zeit bei den ETF angesagt? Eindeutig USA, Nasdaq und branchenbezogen die Informationstechnologie. Was tun? Sich das bedingungslose, passive und nicht limitierte Grundeinkommen selber schaffen durch Umschichtung von Geldvermögen in Form von Spar- und Versicherungsguthaben. Gehen Sie nicht in gemanagte Fonds und nicht zu Ihrer Hausbank um die Ecke, beide nehmen Ihnen ihr mühsam geschaffenes Grundeinkommen durch Gebühren wieder weg und wandeln es um in eigenes Grundeinkommen. Mehr Wissen und Arbeitsleid bedarf es nicht, es sei denn Sie mühen sich um auf Nummer sicher zu gehen monatlich durch diese Zeilen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, diesmal welche zum Schmunzeln in der humorgedämpften Corona-Zeit:

  • „Ein Börsenmakler ist jemand, der das Geld anderer Leute investiert, bis alles weg ist.“ Woody Allen, Komiker.
  • „Jeder hat genug Hirn um dem Aktienmarkt zu folgen. Wenn Sie die Mathematik der 5. Schulklasse geschafft haben, können Sie es auch.“ Peter Lynch, Investmentfondsmanager.
  • „Ökonomen haben 14 der letzten 3 Rezessionen erfolgreich vorhergesagt.“ Unbekannter Autor.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme bei Ihren Vermögensdispositionen, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Erträge aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Altersvorsorge, insbesondere Lebensversicherungen, unsicher? Lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen Coronaauswirkungen sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Gehören Sie zu den 20 % der erwarteten Insolvenzunternehmen, stimmen Sie mit uns die richtige Strategie ab, um Herr im Hause zu bleiben.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen, diese auch unter Berücksichtigung der momentanen Apokalypse.